Maus-Monitoring

Bedeutung:

Der mikrobiologische Status von Labortieren ist nicht nur entscheidend für das Wohlergehen der Tiere, sondern beeinflusst zudem die Validität und Reproduzierbarkeit von Forschungsdaten. Daher stellt die regelmäßige Gesundheitsüberwachung in der experimentellen Tierhaltung einen wichtigen Faktor dar. Zur Überwachung des mikrobiologischen Status von Labortieren empfiehlt etwa die „Federation of European Laboratory Animal Science Associations“ (FELASA) in ihren Richtlinien die regelmäßige Durchführung von Tests auf verschiedene Bakterien, Viren und Parasiten. Bestimmte Parameter sollten stichprobenweise alle 3 bzw. 12 Monate untersucht werden.

Für Mäuse wird empfohlen, quartalsweise serologisch u. a. auf folgende Erreger zu testen: Maus-Hepatitis-Virus, Maus-Rotavirus, Murines Norovirus, Minute-Virus der Maus, Theilervirus, Helicobacter und Streptococcus pneumoniae. Die jährliche Überwachung umfasst u. a. folgende Erreger: Maus Adenovirus, Reovirus, Mäusepockenvirus, Lymphozytäre Choriomeningitis-Virus, Clostridium piliforme und Mycoplasma pulmonis.

Diagnostik:

Für den routinemäßigen Nachweis von Antikörpern gegen Viren oder Bakterien eignen sich verschiedene serologische Methoden als Suchtest wie z. B. ELISA und indirekte Immunfluoreszenztests (IIFT). Blotsysteme und PCR-Methoden bieten sich hingegen eher zur Bestätigung von Suchtest-Ergebnissen an. Da auf verschiedene Erreger getestet werden muss, ist die Durchführung oft aufwendig und viele Einzeltests sind erforderlich. Die Entwicklung von BIOCHIP-Mosaiken erlaubt eine parallele Untersuchung mehrerer Infektionsparameter in einem Ansatz und ermöglicht so eine effiziente Gesundheitsüberwachung großer Tierbestände.

Jeder BIOCHIP ist mit einer Zelllinie beschichtet, die mit einem bestimmten Virustyp infiziert ist. Die für das Maus-Monitoring-Mosaik 1 (klein) verwendeten Virustypen sind Maus-Hepatitis-Virus (MHV), Maus-Rotavirus (EDIM), Murines Norovirus (MNV), Minute-Virus der Maus (MVM) und Theilers murines Enzephalomyelitis-Virus (TMEV). Durch die IIFT-Substratkombination in Form von BIOCHIP-Mosaiken können so auf einem Objektträger 10 Proben gleichzeitig auf 5 verschiedene Virustypen untersucht werden.

Maus-Monitoring Mosaik 1

Dokumente

Auf einen Blick
MethodeSubstratStellenwertBestell-Nummer
IIFT
BIOCHIP-Mosaik

Virus-infizierte Zellen (MHV, EDIM, MNV, MVM, TMEV), jeweils einzeln auf BIOCHIPs1

IgG-IIFT; BIOCHIP-Mosaik zum parallelen Nachweis von 5 murinen Virustypen; einfache und kostengünstige Gesundheitsüberwachung von Labortieren nach allgemein gültigen RichtlinienFI 2603-1010-1 GM

1 Weitere Substrate für das Gesundheits-Monitoring von Labormäusen stehen zur Verfügung und können zur Erstellung Kunden-spezifischer Mosaike genutzt werden (z. B. Sendai-Virus, Pneumonia-Virus der Maus, Mycoplasma pulmonis,  Hantavirus, Mäusepocken-Virus, Reovirus etc.).