Zeckenprofil für Pferde

Klinik:

Das Verbreitungsgebiet von Zecken dehnt sich aufgrund der fortschreitenden Erderwärmung aus, wodurch zeckenübertragbare Erkrankungen wie Anaplasmose, Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auch bei Pferden immer häufiger auftreten.

Beim Pferd kann sich eine Borreliose anfänglich durch Lethargie, Fressunlust und Fieber äußern. Zudem können Lahmheiten aufgrund von Myositis oder Arthritis, Vergrößerung der Lymphknoten, neurologische Beeinträchtigungen, Schädigung der Nieren oder des Herzens dazukommen.

Klinische Anzeichen für die equine Anaplasmose sind u.a. hohes Fieber, Depression, partielle Anorexie, Gliedmaßenödeme, Ikterus, Ataxie und Bewegungsunlust.

Eine Infektion mit dem FSME-Virus äußert sich beim Pferd u.a. durch ein deutlich verschlechtertes Allgemeinbefinden, erhöhte Körpertemperatur, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Nervosität, Angst, Unberechenbarkeit, Ataxie und Krämpfe.

Beim Pferd äußern sich Anaplasmose, Borreliose und FSME oft durch unspezifische und sehr ähnliche klinische Symptome, sodass die Differentialdiagnostik alle drei Erkrankungen einbeziehen sollte. Zudem können Koinfektion auftreten.

Diagnostik:

Der Direktnachweis von Borrelien per PCR oder Anzucht in Kultur ist nur aus Gewebeproben zuverlässig möglich, nicht aber aus Blutproben. Für den direkten Nachweis von A. phagocytophilum stehen die Färbung eines Blutausstrichs, Anzucht in Kultur oder die PCR zur Verfügung. Die Sensitivität der Direktnachweise ist jedoch stark von der Infektionsphase abhängig. Daher ist der serologische Antikörpernachweis das Mittel der Wahl für die Labordiagnostik der Borreliose und der Anaplasmose. Das FSME-Virus kann direkt durch PCR (während der virämische Phase) oder indirekt durch ELISA nachgewiesen werden.

Blot: EUROLINE Zeckenprofil 1 Pferd (IgG)
Blot: EUROLINE Zeckenprofil 1 Pferd (IgG)

Dokumente

Auf einen Blick
MethodeSubstratStellenwertBestell-Nummer
Blot

Borrelia: rekombinantes VlsE von Borrelia burgdorferi sensu
lato, OspC (p25) relevanter Borrelienspezies und p100
Anaplasma: rekombinantes MSP-2 Antigen
FSME-V: rekombinantes gpE Antigen

Unterstützt die Differentialdiagnostik durch Differenzierung zwischen Anaplasmose, Borreliose und FSME; ermöglicht den Nachweis von KoinfektionenDN 2136-1601-11 GE
DN 2136-3201-11 GE